• Elena Marisa

Spanien – meine zweite Heimat

Aktualisiert: Juli 1

Life begins at the end of your comfort zone

🌍🌴 Nur ein kleines Praktikum für 3 Monate sollte es werden und eigentlich wollte ich nur Spanisch lernen… 🤷🏼‍♀️ und auf einmal bin ich ausgewandert, hupps 🙂

Ich habe mich damals nach meinem Abitur bewusst dazu entschieden, ein Praktikum in Spanien zu machen um die Sprache zu lernen, um einmal raus aus Deutschland zu kommen, um mich selbst zu finden, um neue Sachen zu erleben und um neue Kulturen kennenzulernen.

Über eine Organisation habe ich dann letztendlich alles gebucht, die Vermittlung des Praktikums wurde übernommen, alle Kosten musste ich allerdings selbst tragen. Am Ende habe ich mich für ein 3-monatiges Hotelpraktikum entschieden, mit einer 40-Stunden-Woche, Cost & Logis frei und obendrauf gab es noch ein kleines Taschengeld. Die Zeit verging viel viel schneller als erwartet und am Ende stand ich da, hatte gerade erst angefangen die Sprache zu verstehen und konnte mir nicht mehr vorstellen, nach Deutschland in mein altes Leben zurück zu gehen, wo noch so vieles Unfertige auf mich gewartet hat.

Ich hatte mich in die Sprache verliebt, in die Menschen, in den Lebensrhythmus und in diese kleine Insel. Ich hatte beschlossen, erstmal noch etwas zu bleiben, bin zu einem guten Freund gezogen und habe mir einen Job in der Gastronomie gesucht. Von dort aus – mit ein bisschen mehr Geld in der Tasche, habe ich mir dann auch endlich eine eigene kleine Wohnung direkt am Meer gemietet. Es war nicht immer einfach, es gab sehr viele sehr schwere Momente. Am Anfang war ich oft allein und hab mich oft gefragt, ob es das Richtige ist. Nach einem halben Jahr war ich dann das erste Mal wieder zu Weihnachten in Deutschland zurück. Ich hatte alles in Gran Canaria gelassen und mir ebenfalls ein Rückticket gekauft, aber mir alle Möglichkeit offen gelassen. Als ich dann wieder hier war, wusste ich es direkt – ich wollte nicht mehr hier her nach Deutschland zurück. Ich hatte das Gefühl, alles sei stehen geblieben und war noch genauso wie ich es zurück gelassen hatte, mit einem Unterschied – ICH hatte mich verändert, ich war nicht mehr die gleiche Person und hatte endlich meinen Platz auf der Welt gefunden. Und dann gings los, wie sagt man seinen Eltern, dass man auswandern möchte? 😀 Ich glaube sie wussten es, auf die Art und Weise wie ich von meiner “zweiten Heimat” sprach. Ich bekam so viel Unterstützung von Freunden und vor allem von der Familie, Weihnachten 2013 war für mich dann schließlich klar, Gran Canaria wird mein neues Zuhause.

Man muss einfach sagen, ich hatte so unglaublich viel Glück, habe genau die richtigen Menschen zur richtigen Zeit kennengelernt und (meistens) intuitiv die richtigen Entscheidungen getroffen. Ohne all die Hilfe die ich damals bekommen habe, wäre ich nie dort gelandet wo ich gelandet bin.

Ich bin zurück auf die Insel und habe dort genau das Leben so gelebt, wie ich es wollte. Irgendwann habe ich aber gemerkt, dass ich nicht mehr weiter vorwärts komme – ich hatte mir dort ein Leben aufgebaut, eine gemeinsame Wohnung mit meinem damaligen Freund, eigene Möbel, einen guten aber anstrengenden Job und mit unseren zwei Gehältern konnten wir sehr gut leben. Aber wenn es etwas gibt, was ich nicht leiden kann, dann ist es auf der Stelle zu treten, es muss immer weiter gehen, das Leben ist und bleibt ein ständiger Prozess der Veränderung. Also entschied ich mich für ein Studium an der Universität dort um einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen. Leider musste ich mir aber dann eingestehen, dass ich mit einem deutschen Abschluss wesentlich mehr Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben würde und bin für eine Ausbildung zurück nach Deutschland gegangen. Natürlich war das nicht alles, ich wollte wieder eine Zeit lang bei meiner Familie sein und meine Freunde um mich haben. In Köln habe ich dann meine Ausbildung als Fremdsprachenkorrespondentin begonnen und abgeschlossen.

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